Informatik-Allianz auf Stay-in-Tech-Konferenz
Noch immer gibt es zu wenig Frauen in der Tech-Branche. Heute findet in Berlin die internationale Konferenz „Stay in Tech!” mit Unterstützung der Informatik-Allianz in Berlin statt, die die Frage adressiert, wie mehr weibliche Tech-Talente und Vielfalt für Informatik und IT begeistert und auch dort gehalten werden können. Ein wichtiger Baustein: Verpflichtender Informatikunterricht für alle.
Trotz Bemühungen von Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft in ganz Europa zeigt sich lediglich ein geringer Anstieg des Frauenanteils in IT-Berufen: Innerhalb der letzten sieben Jahre wuchs dieser lediglich von 17 Prozent auf 18,5 Prozent. Was muss getan werden, um diese Entwicklung zu beschleunigen? Welche Stellschrauben gibt es, um Tech-Jobs langfristig für weibliche Fachkräfte atttaktiv zu machen? Um diesen Fragen nachzugehen, organisieren der Council of European Professional Informatics Societies (CEPIS) DiversIT Charter, die Fraunhofer ICT Group, die Initiative #SheTransformsIT, die Gesellschaft für Informatik (GI) und die Allianz für informatische Bildung eine eintägige Konferenz.
Die Veranstaltung „Stay in tech! – Policies and practices for attracting and retaining female tech talent”, die heute in Berlin stattfand, beleuchtet die Arbeitssituation von Frauen in der Tech-Branche, identifiziert Herausforderungen und zeigt mögliche Lösungen für eine Zukunft auf, in der Mädchen und Frauen eine entscheidende Rolle in der digitalen Landschaft spielen. Die Konferenz betont die Notwendigkeit, weibliche Talente zu halten und eine inklusive Umgebung für nachhaltiges Wachstum und Vielfalt in der Tech-Branche zu schaffen.
Dr. Daniela Brönstrup, Leiterin Abteilung „Digital- und Innovationspolitik“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz betonte die Bedeutung von verpflichtendem Informatik-Unterricht, um alle Mädchen klischeefrei an die Informatik und IT-Themen heranzuführen.
Gillian Arnold, Vorsitzende des DiversIT Charter, unterstrich, dass die entscheidende Veränderung von innen kommen muss – von Unternehmen, die ihre Kultur verändern und von allen Individuen, die sich ihrer eigenen Vorurteile bewusst werden, und von Frauen in der Technik selbst, die selbstbewusster werden und fest daran glauben müssen, dass sie es schaffen können.
Die Dringlichkeit des Konferenz-Themas wird durch hochkarätige Speaker*innen verdeutlicht, darunter Barbara Schwarz (Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit), Luis Fernandez-Sanz (CEPIS), Gillian Arnold (DiversIT), Regina Böckler (Fraunhofer Gesellschaft), Petra Kotuliakova (Aj Ty v IT), Edna Kropp (GI-Fachgruppe Frauen und Informatik), Anjuli Mauer (People Pace), Jakub Christoph (CEPIS) und Robert Baker (Potentia Talent Consulting Limited).






