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Was denken die Bürger*innen?

In einer Zeit, in der die digitale Transformation alle Lebensbereiche durchdringt, hat die Informatik Allianz eine Umfrage in Auftrag gegeben, um die Bedeutung von Informatik- und Digitalkompetenzen für die gesellschaftliche Teilhabe zu ermitteln. Die Befragung zielte darauf ab, ein besseres Verständnis für die Wahrnehmung und Erwartungen der Bevölkerung hinsichtlich des Informatikunterrichts in Schulen zu gewinnen. Mit Daten von über 2.500 Bundesbürger*innen sowie 1.500 Eltern von Kindern an weiterführenden Schulen liefern die Ergebnisse wertvolle Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und Chancen der informatischen und digitalen Bildung in Deutschland.


Wie wichtig sind Digital- und Informatik-Fähigkeiten Ihrer Meinung nach, um aktiv an der Gesellschaft teilhaben zu können?

Die Umfrage zeigt, dass 78 Prozent der Befragten Digital- und Informatik-Fähigkeiten als wichtig oder sehr wichtig erachten, um aktiv an der Gesellschaft teilzunehmen. Diese hohe Zustimmung unterstreicht die essenzielle Rolle, die informatische und digitale Kompetenzen in einer zunehmend vernetzten Welt spielen. Die Ergebnisse reflektieren ein Bewusstsein dafür, dass technologische Fähigkeiten nicht nur für den Arbeitsmarkt, sondern auch für das tägliche Leben unerlässlich sind. 

Angaben in Prozent

Sehr wichtig: 41%
Wichtig: 37 %
Weniger wichtig: 6%
Gar nicht wichtig: 5 %
Unentschieden: 11 %


Ab welchem Zeitpunkt sollten Schülerinnen und Schüler Ihrer Meinung nach verpflichtend Informatik-Unterricht erhalten?

Ein großer Anteil der Befragten (58 Prozent) spricht sich dafür aus, dass Schüler*innen bereits ab der Sekundarstufe I verpflichtend Informatikunterricht erhalten sollten. Diese Präferenz deutet darauf hin, dass viele Eltern und Bürger*innen den frühen Erwerb von informatischen Kompetenzen als entscheidend für die Zukunft ihrer Kinder ansehen. 


Wie bewerten Sie das Angebot an Informatik-Unterricht an öffentlichen Schulen in Ihrem Bundesland?

Die Bewertung des aktuellen Angebots an Informatikunterricht von Eltern mit Kindern an weiterführenden Schulen fällt überwiegend kritisch aus: 60 Prozent der befragten Eltern bewerten es als eher schlecht oder sehr schlecht. Diese Einschätzung legt offen, dass es erhebliche Defizite im bestehenden Bildungssystem was den Informatikunterricht angeht, gibt, die angegangen werden müssen. Die Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Angebot könnte darauf zurückzuführen sein, dass keine Angebote vorhanden sind, zu wenige Stunden im Lehrplan vorgesehen sind oder moderne Technologien nicht in den Unterricht integriert werden. Um den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden, sind daher Verbesserungen in diesen Bereichen dringend erforderlich.


Das Umfrageinstitut Civey hat im Auftrag des Eco – Verband der Internetwirtschaft und Partner der Informatik-Allianz vom 08. bis 23. Juli 2024 online 2.500 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren (Frage 1 und 2) sowie 1.500 Eltern von Kindern an weiterführenden Schulen (Frage 3) befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 3,5 (Frage 1), 3,6 (Frage 2) und 5,0 Prozentpunkten (Frage 3) beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.